Herzklang® in der Schwangerschaft:

Zur Verbesserung der emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind

 

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Es gibt mittlerweile viele Untersuchungen über die Entwicklung der fetalen Hörfähigkeit und die Wirkung der internen und externen Klangwelt auf den Fötus und seine Entwicklung.¹

Herzklang wird in der Schwangerschaft als Mittel der besonderen Kommunikation zwischen Mutter und Kind verwendet. Durch die Musik werden die lebendig ändernden Rhythmen der mütterlichen und fetalen autonomen Regulation hörbar. Die jeweiligen emotionalen und physiologischen Zustände werden dadurch wahrnehmbar.

Besonders wichtig dabei ist die Wahrnehmung des symbiotischen Charakters der mütterlich-fetalen Herzaktivität sowie die gegenseitige Einfluss-nahme dieser Aktivität auf die jeweiligen autonomen Regulationen des anderen.

Neue Studien geben klare Indizien für eine direkte physiologische Interaktion zwischen der mütterlichen und der fetalen Herzaktivität.² 

Herzklang erfasst gleichzeitig die mütterliche und fetale Herzratenvariabilität (HRV) und wandelt diese direkt in Musik um.
 

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Die HRV beschreibt den natürlich variablen Abstand von einem Herzschlag zum nächsten als Ausdruck der Anpassungsfähigkeit des autonomen Nervensystems auf innere und äußere Reize (Stress). 

Eine ausreichend große HRV gibt einen Hinweis auf Gesundheit, insbesondere auf die derzeitige Fähigkeit eines Organismus, angemessen auf dauernd wechselnde innere und äußere Belastungen reagieren zu können.

Menschen, bei denen das HRV eingeschränkt ist, entwickeln in einem deutlich höheren Prozentsatz, über kurz oder lang, ein anhaltendes extremes Niveau der zerstörenden Stresshormone, unterdrückte immune Tätigkeit und eine Vielzahl von, mit Stress in Verbindung stehenden, somatischen und psychosomatischen Erkrankungen wie auch von psychischen Störungen.

Sowohl körperlicher als auch psychischer Stress kann durch die Mutter-Kind-Verbindung ebenso vom Fötus als solcher erlebt werden. Studien zeigen, dass vorgeburtlicher Stress einen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern hat. So ist vorgeburtlicher Stress einerseits mit negativen körperlichen Veränderungen und auch psychischen Veränderungen in Form von Verhaltensauffälligkeiten, wie Aufmerksamkeitsdefizite, Ängsten sowie Hyperaktivität bei Kindern, verbunden.

Für Herzklang in der Schwangerschaft werden die Herztöne des heranwachsenden Kindes mit einem Phonokardiograph mittels eines Mikrofons und Herzschallverstärker aufgenommen sowie direkt in Musik umgewandelt. Die Anwendung des Phonokardiographs ist nicht invasiv. Der Apparat bzw. die Untersuchungsköpfe emittieren keine Strahlen während der Messung. Herzklang kann ab der 28. Schwangerschaftswoche, je nach Entwicklungsstand des Kindes, verwendet werden.


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Die Herztöne der Mutter werden parallel zur Messung des Kindes mit einem Elektro-kardiographen (EKG Gerät) oder einem Fingersensor aufgezeichnet und direkt in instrumentale Musik umgesetzt (z.B. Kind: Flöte, Mutter: Cello).

 Von der mütterlichen und fetalen Herzfrequenzvariabilität:

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  zur Musik:

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  Hier einige Beispiele (Flöte: Kind, Cello: Mutter):


1 Jolin & Joelle Marie Grace



2  Anja & child



3  Sylvia & child



4  Heart rate rhythms





Herzklang in der Schwangerschaft besteht aus zwei Phasen:


 Die erste Phase des Lauschens ermöglicht die Wahrnehmung des eigenen (mütterlichen), des kindlichen, aber vor allem des gemeinsamen Herzrhythmusses, bzw. Herzmelodie. Obwohl der kindliche Herzrhythmus viel schneller ist als der mütterliche, fügen sich beide Rhythmen zu einer gemeinsamen Melodie zusammen, unter Beibehaltung ihrer eigenen individuellen Rhythmen.

Die zweite Phase stellt eine Stressintervention auf Basis einer regulierten Atmung, dar. Hierbei wird die Mutter unterstützt, ihre Atmungs- und Herzsysteme zu synchronisieren und dadurch das autonome Nervensystem auszugleichen. Die Musik ändert sich dabei hörbar. Diese Intervention verringert die gegenwärtigen Auswirkungen des Stresses und unterstützt auch zukünftig bei der Bewältigung von Stress sowie Krankheit. 

Indikationen Für Herzklang in der Schwangerschaft:
  • Ungeplante / ungewollte Schwangerschaften
  • Schwangerschaftskonflikte jeder Art
  • Komplikationen in der Schwangerschaft (z.B. Blutungen)
  • Ängste der Mutter bzgl. des Kindes
  • Probleme in vorangegangenen Schwangerschaften
  • Erkrankungen des Kindes
  • Medizinisch / technisch bedingter Verlust des Intuition der Mutter zu ihrem Kind 
Indikationen Postpartal:
  • Postpartales Trennungs-Trauma
  • Familiäre Konflikte (speziell Mutter-Kind)
  • Körperliche Entwicklungsstörungen
  • Emotionale Entwicklungsstörungen
  • ADS....
  • Lernschwierigkeiten
Wirkung:
 
Herzklang in der Schwangerschaft:
  • stellt eine „elementare“ Verbindung zwischen Mutter und Kind her und dadurch eine tiefere emotionale Bindung während der Schwangerschaft,
  • schafft das Vertrauen der Mutter in ihre Schwangerschaft, zum Kind und zu ihrer eigenen Intuitionen,
  • reduziert Ängste durch emotionale Entspannung (die Musik wirkt sehr beruhigend und ausgleichend) und fördert ein besseres „Körpergefühl“ für Mutter und Kind (wichtig im Hinblick auf Entbindung!).
 Herzklang verbessert:
  • die Atmung (dadurch bessere Plazentadurchblutung),
  • die Stoffwechselprozesse allgemein (bessere Versorgung des Kindes) ,
  • die Regulation des vegetativen Nervensystems (dadurch weniger Stressphasen für Mutter und Kind).
 

Literatur
  1. Tomatis, Alfred (1994): "Klangwelt Mutterleib", Kösel, München
  2. Van Leeuwen, Peter & Kurths, Jürgen: Herzen von Mutter und Fötus im Gleichtakt,  Spektrum der Wissenschaft, Feb. 2010: 


Weiterführende Literatur:

  1.  Bosshard, F., Bonding: Pränatale Kommunikation, Berner Fachhochschule für Gesundheit, 2007:  
  2.  Milkes et al, Was kann ein pränatales Kommunikationstraining zwischen Mutter und Kind bewirken?, Die Hebamme  2004; 17: 172-176.  


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Für Info und Termine:  Michael Falkner 


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